Das
größte Kapital, über das die Marke
König Ludwig verfügt, sind die
Assozia-tionen und Bilder in den Köpfen der Verbraucher.
Denn König Ludwig ist nicht nur irgendeine Gestalt
des 19. Jahrhunderts, er ist ein populärer, lebendiger
Mythos unserer Gegenwart. Was viele Menschen
damals wie heute an Ludwig II. fasziniert,
ist seine unzeitgemäße Erschei-nung.
Er war ein Mensch, der sich den Forderungen der Alltagsrealität
nicht gebeugt hat. Er steht vielmehr für die
idealisierte Vorstellung einer besseren Welt, die
sich in seinem Leben und seinen Schlössern manifestiert.
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So ist er das geworden, was er
heute ist: Die Verkörperung für unerfüllte
Wünsche und Sehnsüchte vieler Menschen.
Wie läßt sich dieser Mythos für den
Aufbau einer starken Marke nutzen? Durch Konzentration
auf dessen Wesenskern: Die Alltagsrealität hinter
sich zu lassen. Das heißt konkret für die
Marke König Ludwig: Sie darf nicht
gewöhnlich sein. Sie muß dem Verbraucher
das Gefühl geben, seinen Alltag ein Stück
weit zu erhöhen. Sie muß das gewisse Etwas
haben.
Dies drückt sich im Markenkern, in der Markenpersönlichkeit
und in der Markenwelt aus.
Der Mythos im Einzelnen |